Gemeinden im gesamten Norden von Indiana versorgen

Im Norden von Indiana leiden Tausende von Familien unter Ernährungsunsicherheit, während täglich einwandfreie Lebensmittel weggeworfen werden. Für das Team von„Cultivate Food Rescue“ sind diese beiden Probleme untrennbar miteinander verbunden – ebenso wie die Lösung.
Cultivate, das nun bereits in sein zehntes Jahr geht, hat sich von seinen Anfängen als kulinarisches Ausbildungsprogramm zu einer gemeinnützigen Organisation entwickelt, die sich der Rückgewinnung von Lebensmittelüberschüssen und deren Umwandlung in nahrhafte Mahlzeiten für Menschen in der gesamten Region widmet. Diese Arbeit wird durch die Unterstützung von Microsoft gestärkt. Fay Flournoy, Director of Mission Advancement, beschreibt die Entwicklung der Organisation als Antwort auf eine einfache, aber eindringliche Frage: Wie können Gemeinden Lebensmittel, die sonst weggeworfen würden, an Nachbarn weitergeben, die sie am dringendsten benötigen?
Lebensmittel retten, Nachbarn versorgen
Heute rettet Cultivate Lebensmittel aus einer Vielzahl von Quellen, darunter lokale Landwirte, Kühlhäuser, Hersteller, Händler und Einrichtungen wie die University of Notre Dame. Lebensmittel, die andernfalls auf einer Mülldeponie landen oder untergepflügt würden, werden sortiert, aufbereitet, verpackt und über ein Netzwerk von Partnern in der Region im Norden von Indiana verteilt. Der Schwerpunkt liegt auf der Ernährung, sagt Flournoy: „Wir versuchen, uns auf frische Produkte mit hohem Nährwert wie Obst und Gemüse sowie proteinreiche Lebensmittel wie Fleisch aus der Region zu konzentrieren.“ Das innovative „Meat Hunger Program“ von Cultivate unterstützt die lokale Landwirtschaft zusätzlich, indem es Tiere von Landwirten aus der Region und auf 4-H-Messen kauft, das Fleisch vor Ort verarbeitet und Lebensmittelausgabestellen mit erschwinglichem Eiweiß versorgt.
Der Umfang dieser Arbeit ist beträchtlich. Allein im letzten Geschäftsjahr hat Cultivate rund 6,5 Millionen Pfund Lebensmittel gerettet. Laut Flournoy hätte ein Großteil dieser Lebensmittel die Regale der Lebensmittelgeschäfte niemals erreicht, obwohl sie sicher und nahrhaft waren. Was vor einem Jahrzehnt als Rucksack-Essensprogramm für Dutzende von Schulkindern begann, hat sich mittlerweile auf Tausende von Gemeindemitgliedern aller Altersgruppen ausgeweitet, die von Ernährungsunsicherheit betroffen sind, darunter Senioren, Veteranen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Durch Partnerschaften mit rund 93 Schulen und 220 Sozialdienststellen, Wohnungsbaugesellschaften, Tafeln und anderen lokalen Gruppen trägt Cultivate dazu bei, dass die Mahlzeiten die Menschen dort erreichen, wo sie sich gerade befinden.
Freiwillige spielen eine zentrale Rolle bei dieser Mission. Flournoy weist darauf hin, dass jedes Jahr etwa 10.000 Freiwillige ihre Zeit zur Verfügung stellen und dabei helfen, Mahlzeiten zuzubereiten und zu verpacken, die direkt lokalen Familien und Kindern zugutekommen. „Man kommt für eineinhalb oder zwei Stunden vorbei, um Mahlzeiten zu verpacken, und versorgt damit 800 bis 1.300 Kinder“, sagt sie. „Man sieht wirklich ganz konkret, was man in diesem Freiwilligeneinsatz bewirkt.“
Gemeinsame Ziele vorantreiben, um in der Gemeinschaft etwas zu bewirken
Die Investition von Microsoft wird dazu beitragen, die Möglichkeiten von Cultivate zu stärken, diese Arbeit fortzusetzen und auszuweiten, und damit die Bemühungen um die Rückgewinnung, Zubereitung und Verteilung von Lebensmitteln in der gesamten Region voranzutreiben. Diese Investition spiegelt ein gemeinsames Engagement für Nachhaltigkeit und stärkere Gemeinschaften wider. „Dank ihrer Unterstützung können wir mehr Lebensmittel an die Gemeinschaft verteilen und unser Sommer-Rucksackprogramm für die Kinder ausweiten, um sicherzustellen, dass sie in den Sommermonaten nicht einfach vergessen werden“, sagt Flournoy.
Die Wirkung von Cultivate geht über die Linderung von Hunger hinaus. Indem die Organisation überschüssige Lebensmittel rettet, bevor sie zu Abfall werden, trägt sie dazu bei, die mit Mülldeponien verbundenen Umweltauswirkungen zu verringern. Flournoy berichtete, dass Cultivate derzeit eine Studie durchführt, die darauf hindeutet, dass die Organisation aufgrund ihrer Maßnahmen zur Lebensmittelrettung möglicherweise klimaneutral – oder sogar klimapositiv – ist.
Zu Beginn seines zweiten Jahrzehnts konzentriert sich Cultivate weiterhin auf seinen Leitgedanken: sicherzustellen, dass kein Mitmensch hungern muss und keine guten Lebensmittel verschwendet werden.