Förderung der KI-Kenntnisse und des Datenschutzes für Jugendliche

Da die alltägliche Nutzung von KI zunimmt, wird der Bedarf an digitaler Kompetenz und persönlichem Schutz unter Jugendlichen noch wichtiger. In Finnland fördert die unabhängige Non-Profit-Organisation TIEKE Finnish Information Society Development Center die digitale Kompetenz, um das Leben der Menschen in einer zunehmend technologieorientierten Gesellschaft zu verbessern. Mit dem 2024 gestarteten Projekt DataAItaja konzentriert sich TIEKE speziell auf die KI-Kompetenz junger Menschen in Finnland.
Das Projekt DataAItaja bindet Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren auf neue und einzigartige Weise ein, sowohl in den sozialen Medien als auch in Live-Workshops. Das Projekt nutzt Memes, Videos, soziale Medien und die Zusammenarbeit mit Influencern, um die Bedeutung von Cybersicherheit, Datenschutz, KI-generierten Inhalten und KI-Algorithmen hervorzuheben.
Die Workshops wurden entwickelt, nachdem TIEKE einen Bedarf an zugänglichen Informationen über die zunehmende Anzahl von Alltagswerkzeugen, die generative KI verwenden, erkannt hatte. In dem Maße, in dem KI in Schulen und am Arbeitsplatz alltäglich wird, wird die Vermittlung digitaler Kompetenzen zum sicheren Umgang mit KI sowohl für LehrerInnen als auch für SchülerInnen immer wünschenswerter. Die Workshops wurden sowohl in Schulen als auch in Jugendgemeinschaftsräumen in Vihti, Kirkkonummi, Espoo und Vantaa organisiert.
Während der Workshops im Jahr 2024 stellte das Projekt fest, dass die Schüler ein gutes Gespür für die Funktionsweise von KI und allgemeine Datenschutzbelange hatten, aber weniger über ihre individuellen Rechte in Bezug auf den Schutz persönlicher Daten wussten. Im Unterricht lernten die Schüler, wie man KI bei der Arbeit erkennt, wie man sie zum Sammeln von Informationen einsetzt und wie man diese Informationen auf Richtigkeit und Unwahrheit prüft. Die Schüler konnten sich auch mit verschiedenen Anwendungen von KI im Alltag auseinandersetzen und Ideen für ihre eigenen KI-Anwendungen entwickeln.
Die Teilnehmer der Workshops haben folgende Erkenntnisse aus dem Projekt gewonnen:
- "Man sollte generativer KI niemals vertrauen, ohne sie zu hinterfragen."
- "Wenn die KI falsche Entscheidungen trifft, kann das an unzureichenden Lerndaten liegen."
- "Heutzutage ist KI überall!"
Das Projekt erreichte 130 Schüler durch persönliche Workshops und mehr als 300 junge Menschen über zwei verschiedene Live-Streams in den sozialen Medien. Die Informationen aus den Sitzungen wurden auch über Social-Media-Kanäle mit einer Reichweite von 158.000 jungen Menschen verbreitet. TIEKE nutzte mehrere Influencer, um die Themen und Erkenntnisse der Workshops an ihre eigenen Follower weiterzugeben und sie zur Interaktion mit den TIEKE-Seiten anzuregen. Da junge Menschen mit der Online-Welt experimentieren und interagieren, möchte TIEKE ihnen beibringen, wie sie sich selbst schützen, clever sein und dabei lernen können.
In der ersten Hälfte des Jahres 2025 wird TIEKE die Arbeit des DataAItaja-Projekts mit schulbasierten Workshops in Kirkkonummi, Vihti und Espoo fortsetzen. Die Schüler werden anhand von Online-Videomodulen lernen, und die Lehrer werden die Möglichkeit haben, ihr Kompetenzportfolio aufzubauen, damit sie auch in Zukunft Workshops veranstalten können.